Chop Suey

Resteverwertung auf amerikanisch. Irgendwie.

Eine Redewendung besagt, dass die USA vieles erfunden haben, wie zum Beispiel chinesisches Essen.
Klingt komisch, ist aber (ein bisschen) so. Eine einheitliche Küche gibt es in dem unvorstellbaren Vielvölkerstaat schließlich nicht. Durch die Einwanderer entstand auf dem amerikanischen Kontinent aber etwas, was man gemeinhin als chinesisches Essen betrachtet. Unter anderem Shop Suey. Übersetzt heißt das so viel wie „gemischte Scherben“ – ein klassisches Resteessen. Darum gibt es – mal wieder – kein klassisches Rezept, auf das man sich berufen kann/muss und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Ein paar Eckpunkte gibt es jedoch. So kommt stets ein Protein (am häufigsten Hähnchenfleisch oder Schweinefleisch, aber auch Tofu ist eine gute Option) zum Einsatz, Zwiebeln und Knoblauch, oft Pilze und und die Sauce besteht u.a. aus Sojasauce und Oyster Sauce und wird mit etwas Stärke gebunden.

Letztendlich ist Chop Suey ein Stir-Fry (Pfannengerührtes), wie es viele gibt. Und wie bei allen Stir-Fries ist Mise en Place das A und O. Also erst viel schnippeln, denn hintenraus geht es sehr schnell.

Aber dann will ich euch doch mal verraten, wie ich Chop Suey mache. Zu hören ist das übrigens auch in der zugehörigen Folge des Plattenteller-Podcast.

Achtung! Die Angaben bei den Flüssigkeiten sind (noch) Circa-Angaben, da ich hier „frei schnauze“ koche. Beim nächsten mal werde ich das quantifizieren. Versprochen.

Zutaten

Für 4 Person

  • Sesamöl
  • 2 Hähnchenbrustfilet
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 2-3 Zehen Knoblauch
  • 2 Karotten
  • 1 kleine Zucchini
  • eine Hand voll Champignons
  • eine Hand voll Kaiserschoten
  • 1 kleine Paprika beliebiger Farbe
  • 1 TL Chiliflocken
  • 50 ml chinesischer Kochwein (Shaohsing, alternativ trockener Sherry)
  • 100 ml Sojasauce
  • 4 EL Oyster Sauce (dickflüssig, z.B. von Bamboo Garden)
  • 150 ml Wasser plus etwas für die Speisestärke
  • 2 EL Speisestärke
  • Salz und Pfeffer

Zudem benötigen wir:

  • Einen Wok oder große Pfanne

Zubereitung

Die Hähnchenfilets trocken tupfen und quer zur Faser in Streifen schneiden. Mit Folie bedecken und zur Seite stellen.

Die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden, den Knoblauch fein hacken, die Champignons putzen und viertel, die Karotten schälen und in feine Scheiben oder Julienne schneiden, die Zucchini waschen und in halbe Scheiben schneiden, die Paprika gewaschen in Quadrate mit ca 1,5 cm Kantenlänge teilen und auch die Kaiserschoten waschen und in mundgerechte Stücke bringen.

Das Sesamöl im Wok (oder einer großen Stahlpfanne – nicht beschichtet!) erhitzen und das Fleisch darin portionsweise mit etwas Farbe anbraten, leicht salzen, aus dem Wok nehmen und bei Seite stellen.

Eventuell etwas Sesamöl nachgeben und nacheinander die Zwiebeln mit den Karotten, Zucchini, dann Champignons, Paprika und Knoblauch anbraten. Das Gargut dabei immer schön in Bewegung halten und leicht salzen.

Die Chiliflocken kurz mit anrösten, das Hähnchen zurück in die Pfanne geben und alles mit dem Kochwein ablöschen. Soja- und Oyster Sauce hinzugeben und mit dem Wasser auffüllen, bis das Gargut gut von Flüssigkeit umgeben ist, aber nicht schwimmt!

In einem Schälchen sie Speisestärke mit etwas Wasser glatt rühren und zügig gleichmäßig unter das Chop Suey rühren. Kurz aufkochen lassen, damit die Stärke bindet und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Reis servieren.

Bon Appétit!

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