Irish Coffee-Eis

Alles kalter Kaffee

Eines vorab:
ich mag keinen Kaffee. Eigentlich. Als Heißgetränk bevorzuge ich Tee. ABER! Wenn er als Eiskaffee daher kommt, habe ich ihn plötzlich wieder gern. Und wenn dann noch Alkohol ins Spiel kommt, liebe ich ihn schon fast. Vermutlich erklärt sich meine Vernarrtheit in diese Eissorte aber auch dadurch, dass der Kaffee hierzu ein „Cold Brew“ ist. Ja genau, dieser fancy Hipster-Kram, der seit einiger Zeit in den Szenevierteln und mittlerweile auch den Kaffeehausketten beworben wird. Was unterscheidet einen Cold Brew von einem normalen Eiskaffee? Wo bei letzterem Kaffee erst gekocht und dann abgekühlt wird, kommt Cold Brew nie mit heißem Wasser in Berührung. Daher werden weniger Bitterstoffe ausgelöst und der Geschmack ist insgesamt weicher. Dennoch machen wir hier einen starken Kaffee. Wenn schon, denn schon!

Beim ersten Mal habe ich die Mokkabohnen in Gänze ins Eis gegeben. Da sie aber sehr massiv sind und hart frieren, kann das schon mal zu einer Herausforderung für die Zähne werden. Deshalb empfehle ich, sie zuvor zu hacken. Man kann sie natürlich auch weglassen oder durch andere Schokolade ersetzen, aber sie unterstreichen die Kaffeenote noch mal auf eine ganz besondere Art.

Welchen Whisky man verwendet, hängt natürlich zum Einen von persönlichen Vorlieben und zum Anderen vom Budget ab. Ich würde aber eher zu einem milderen ohne starke Rauch- und Torfnoten raten, damit der Geschmack des Kaffees nicht zu sehr herausgefordert wird. Lieber einen Whisky mit einer etwas blumig-frischeren Note wählen, der die Süße untermalt.

Die Zubereitung folgt der Methode meiner Eiscreme-Basis, nur dass der Milch-Anteil durch die Kaffeemilch/den Milch-Cold Brew ersetzt wird. Wir brauchen hier im Rezept daher einen höheren Milchanteil, da beim Filterprozess ca. 38% Volumen an das Kaffeepulver verlieren. Sollte euer Kaffee mehr Milch an sich binden, so dass nach dem Filtern weniger als 250 ml Kaffeemilch über ist, ist das kein Weltuntergang. Einfach mit etwas zusätzlicher Milch strecken. Es wird stark genug. Keine Sorge.
Die Kaffeemilch muss 12 Stunden ziehen. Also rechtzeitig anfangen!

It goes without saying (hoffe ich): das hier ist Eiscreme für Erwachsene. Für Kinder ungeeignet. Don’t eat and drive! Kenn dein Limit! Eat responsibly! Ihr wisst schon.

Ca. 223 kcal je Kugel

Zutaten

Für ca. 600ml Eiscreme

  • 4 Eigelb
  • 100 g Zucker
  • 1 TL Vanillepaste (z. B. von Dr. Oetker)
  • 50 g Kaffeepulver
  • 400 ml Milch
  • 250 ml Sahne
  • 8 cl Whisky (welcher auch immer euch schmeckt, zu torfig sollte er nicht sein, s. o.)
  • 1 Packung Schoko-Mokkabohnen
  • Prise Salz

Außerdem benötigen wir:

  • Eismaschine
  • Kaffeefilter
  • Filteraufsatz (z. B. von Melitta)
  • Messbecher

Zubereitung

Wir geben die Milch in eine Kanne oder einen Messbecher und rühren den Kaffee ein. Mit Frischhaltefolie abdecken, damit es keine anderen Aromen annimmt, und für 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Die Kaffeemilch kalt durchfiltern und 250 ml abmessen. Zusammen mit der Sahne, der Prise Salz und der Vanillepaste erwärmen (nicht kochen!).

Auß der Kaffeemilch-Sahne-Mischung, den Eier und dem Zucker eine Creme Anglaise kochen. (Siehe hier.) Über einige Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank abkühlen lassen.

Die Mokkabohnen etwas kleiner hacken (nicht zu fein, ca. vierteln) und den Whisky abmessen.

Die Kaffee-Crème Anglaise in die Eismaschine geben. Kurz vor Fertigstellung den Whisky (nicht zu früh – Alkohol hat einen sehr niedrigen Gefrierpunkt und fungiert daher als Frostschutzmittel) und die Mokkabohnen einrühren.

Das Eis umfüllen und bis zum Servieren noch mal 1-2 Stunde im Eisfach durchgefrieren lassen.

Bon Appétit!

Das Irish Coffee-Eis ist im Übrigen auch Teil der Episode „Der Gin des Lebens“ meines Podcasts Plattenteller auf meinmusikpodcast.de. Hört doch mal rein und hinterlasst meinem Kollegen Rob und mir gerne eine Rezension auf Apple Podcast und wo es sonst noch möglich ist.

Der Gin des Lebens

„Wir waren jung und brauchten das Geld.“ Das dachten sich nicht nur Rob und Julia, sondern vielleicht heute auch Bürger Lars Dietrich, wenn er seinen Sommerhit „Sexy Eis“ aus dem Jahr 1996 hört? Der gebürtige Potsdamer hat damals gemeinsam mit Stefan Raab überaus erfolgreich den Song „Sexy Eyes“ von Dr. Hook gecovert, doch ihre Version spritz förmlich sexuelle Anspielungen nur so durch die Gegend. Ob das dem modernen Frauenbild entspricht, lasse ich an dieser Stelle mal dahin gestellt sein. Fakt ist: der Song macht Bock auf Sommer, Sonne und Eiscreme. Julia interpretiert in dieser Folge sexy Eiscreme als „boozy ice creme“ – Eis mit Alkohol. Darum geht es heute um Gin & Tonic-Sorbet und Irish Coffee-Eis. Eine Folge, in der mal wieder deutlich wird, wie wichtig gute Vorbereitung ist. Das Rezept zum Irish Coffee-Eis findet sich natürlich mal wieder auf zaertlichecuisinen.de, das Rezept zum Gin & Tonic-Sorbet wurde dem Blog Kuchengeschichten entnommen und um ein Eiweiß aufgewertet. (Okay, etwas mehr Gin haben wir auch rein gemacht…) Und zum Schluss gilt wie immer: – abonniert unseren Podcast – bewertet unseren Podcast mit 5 Sternen und schreibt einen kleinen Kommentar dazu – erzählt euren Freunden und Verwandten vom Plattenteller (bei Müttern und Großmüttern kommen wir angeblich SEHR gut an) – hört auch unsere älteren Folgen – kocht unser Essen und taggt uns auf Social Media – hört unsere Playlists: Spotify YouTube Deezer Napster Guten Appetit und bis nächsten Mittwoch. Auch dann haben wir wieder eine neue, leckere und laute Folge für euch.

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