Sesam-Ramen

Essen in Zeiten von Corona. Irgendwann werde ich diesen Absatz lesen und denke: „verdammt, das was eine sonderbare Episode unseres Lebens“. Hoffentlich.
Wie dem auch sei – Quarantäne-Zeit macht kreativ. Ich hatte an mich den Anspruch gestellt, in dieser Zeit mal meine überquellenden Vorratsregale zu leeren. Da kamen mir dieses Rezept nur allzu gelegen. Die Inspiration hierzu kommt aus einer Vielzahl youtube-Videos; eine einzelne Quelle kann ich gar nicht benennen. Am Ende ist es wie bei vielen meiner Kreationen: das Beste von diesem Rezept, das Beste von jenem und hoffen, dass etwas Essbares bei raus kommt.
Diese Ramen bedeuten für mich das Ende aller Instant-Ramen. Comfort Food par excellence. Und es ist fast so schnell gemacht, wie es dauert sich gründlich die Hände zu waschen.

Ca. 593 kcal pro Portion

Zutaten

Für eine Portion

  • 125 g Ramen, trocken (oder 165 g frische Ramen – kann auch durch Soba oder sogar Spaghetti substituiert werden)
  • 2 EL Tahin (Sesampaste, findet man in gut sortierten Supermärkten oft bei den orientalischen Lebensmittel – kann durch Erdnussbutter ersetzt werden)
  • 1-2 EL Sojasauce
  • etwas Chiliöl (oder Sriracha, Gochujang oder eine beliebige andere Chilipaste)
  • ein Schuss Reisessig
  • ca. 2cm frischer Ingwer
  • nach Geschmack etwas Knoblauch (ist bei mir im Chili mit drin)
  • Salz
  • 125 ml Hühnerbrühe (oder Gemüsebrühe für die vegane Variante)
  • Eine Frühlingszwiebel
  • etwas Sesam und weitere Toppings nach Belieben (z. B. Mais, Spinat, Pak Choi, Ramen-Ei, Nori in Streifen, Edamame… der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt)

Zubereitung

Die Nudeln in einem Topf bissfest kochen und die Brühe separat warm machen.

Zeitgleich in einer mittelgroßen Schüssel Sesampaste mit Sojasauce, Chiliöl oder -paste, einem Schuss Reisessig, dem geschältem und geriebenen Ingwer (ich benutze dafür meine Microplane-Reibe – kann ich sehr empfehlen!) und eventuell etwas Knoblauch (am besten ebenfalls gerieben oder gepresst) verrühren. Nach Geschmack salzen. Die Frühlingszwiebel in dekorative Ringe schneiden und die optionalen weiteren Toppings vorbereiten.
Die gekochten Nudeln zur Paste geben, ca. die Hälfte Brühe angießen und alles durch Unterheben vermengen. Je nach gewünschter Viskosität mehr Brühe angießen. Man kann es bis zu einer ausgewachsenen Suppe anfüllen.
In eine Suppenschale geben und mit Frühlingszwiebeln, Sesam, extra Chiliöl, Sriracha oder Sambal Olek sowie den weiteren Toppings servieren.

Bon Appétit!

Ich mache meine Ramen übrigens selbst und halte mich dabei an dieses Video. Wem Alex aber etwas zu anstrengend ist (was ich absolut nachvollziehen kann), dem sei gesagt, dass der wunderbare Andrew Rea von Binging with Babish (highly recommend) ebenfalls Ramen macht.
Man muss aber wissen, das Ramen auf Grund der Teigstruktur etwas mehr Arbeit machen, als klassische Pasta. Man laminiert wesentlich länger, bis ein glatter Teig zusammen kommt und etwas mehr Kraft braucht es auch, weshalb ich unbedingt eine motorisierte Pastamaschine empfehle.